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Das bestehende Wirtschaftssystem mit seinen industriellen Wirtschaftsweisen unterliegt langfristig einem zunehmenden Anpassungs- druck: Der zu hohe Ressourcenverbrauch, die Übernutzung der Natur als Endlager für Abfälle und Emissionen sowie die Wegrationalisierung von Arbeitplätzen in großem Stil bedeuten eine Sackgasse für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Das Konzept Nachhaltkeit kann für den nötigen Wandel eine Orientierungs- richtung geben.
Störmer zeigt Wege auf, wie Unternehmen auf einen zukunftsorientierten Entwicklungspfad unter dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung gelangen können. Dabei handelt es sich um einen ergebnisoffenen zukunftsorientierten Such-, Lern- und Gestaltungsprozess. Lernende Unternehmen verstehen es, einerseits zukünftige Herausforderugen zu erkennen und andererseits als strukturpolitische Akteure ihren Handlungsspielraum zu beeinflussen. Durch den Austausch von Unternehmensakteuren in Informationsnetzwerken besteht die Möglichkeit, über dezentrale Antennen vielfältige schwache Signale aufzunehmen und somit ein umfassendes Bild des Umfelds zu erhalten. Daneben können konkrete Unternehmensziele projektbezogen erarbeitet oder der Handlungsrahmen kollektiv beeinflusst werden. Basierend auf einer empirischen Analyse von regioalen umweitonformationsorietierten Unternehmensnetzwerken im Raum München wir eine Typisierung auf Grund differenzierter Funktions- und Wirkungsweisen vorgestellt. Daraus werden Empfehlungen für eine, dem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtete Regionalpolitik abgeleitet.
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