 |
 |
|
Nachhaltiges Wirtschaften ist ein zukunftsorientierter Such-, Lern- und Gestaltungsprozess. Dies erfordert lernende Unternehmen, die es verstehen, einerseits zukünftige Herausforderungen zu erkennen und andererseits aktiv ihren Handlungsspielraum zu gestalten. Die Teilnahme von Unternehmensvertretern in umweltorientierten Unternehmensnetzwerken fördert beides: Durch Informationsaustausch können die Einzelnen ein umfassenderes Bild ihres Umfelds und ihrer Zukunft entwerfen. Daneben kann ein Netzwerk durch kollektives machtvolles Auftreten den Handlungsrahmen beeinflussen.
Störmer untersucht in einer empirischen Analyse zwölf regionale ökologieorientierte Unternehmensnetzwerke (RUN) im Raum München und Oberbayern. Aufgrund ihrer Funktions- und Wirkungsweise unterscheidet er drei Netzwerktypen:
- Erfahrungsaustauschgruppen, in denen sich die Akteure hauptsächlich treffen zur Weitergabe von Informationen über Prozesse, Produkte, Organisationsweisen und die Anpassung an externe Rahmenbedingungen (z.B. Gesetze) und Kundenwünsche. Dazu zählt z.B. der Arbeitskreis Münchner Finanzinstitute und Lokale Agenda 21, der im Rahmen des Münchener Agenda 21-Prozesses von Unternehmensvertretern gegründet wurde.
- Unternehmer- und Berufsverbände sind Lobbyvereinigungen, die die Arbeit der Teilnehmer nach innen unterstützen und nach außen ihre Interessen vertreten. Beispielhaft dafür sind die Regionalgruppen der Verbände B.A.U.M. e.V. und future e.V. oder der Vertriebsbeauftragten für Umweltschutz im Unternehmen (VBU).
- Projektnetzwerke sind zeitlich begrenzte Zusammenschlüsse von Teilnehmern, die von einem Koordinator akquiriert werden, um ein gesetztes Ziel auf einem vorgegebenen Weg zu erreichen. Ein Paradebeispiel diesen Typs ist ÖKOPROFIT München, ein Workshop- und Beratungsprojekt, bei dem Unternehmen Umweltmanagementsysteme strukturiert implementieren.
|
|
|