designing sustainability
by eckhard stoermer

Verkehr

Zukunftsfähige
Verkehrsanreizsysteme

Verkehr ist Folge anderer Handlungen: Private Verkehre werden vom Standort des Lebensmittelpunkts, dem Wohnort bestimmt. Einkaufsverkehre hängen von Konsummustern ab, Freizeitverkehrs vom Freizeitverhalten, Arbeitsplatzpendelverkehre vom Arbeitsplatz.

Wirtschaftsverkehre hängen von der Lage der Beschaffungsgebiete und der Absatzmärkte ab.

Eine Änderung des Verkehrsaufkommens ist daher ein komplexes Problem, das nahezu alle Lebensbereiche betrifft.

Eine Änderung des Verkehrsmittelwahlverhaltens ist ein geringeres Problem, sofern Alternativen etwa zum eigenen Auto angeboten werden. Die Attraktivität des Angebots bzw. der Infrastruktur in einem weitgefassten Sinn spielt jedoch für die Akzeptanz von weniger flexiblen Massenverkehrsmitteln (Bahn und Bus) oder weniger komfotablen Individualverkehrsmitteln (Fahrrad, zu Fuss) eine wichtige Rolle.

Störmer hat am Institut für Wirtschaftsgeographie der LMU München ein Messinstrument für die Attraktivität des ÖPNV entwickelt und auf verschiedenen Strecken getestet.

Summary zum Aufsatz:
Angebotsqualität bei öffentlichen Verkehrsunternehmen -
Einflußfaktoren auf die Beurteilung durch den Kunden.
HANS-DIETER HAAS / ECKHARD STÖRMER

Viele Verkehrsbetriebe versuchen, durch Kundenzufriedenheitsforschung Impulse für zukunftsfähige Marktstrategien zu erhalten. Der Beitrag versucht, Hintergünde der individuellen Erwartungen von Kunden an das öffentliche Verkehrsangebot aufzuzeigen. Aktivitäten im Raum induzieren die Verkehrsnachfrage, die Verkehrsmittelwahlfreiheit ist Grundlage für die Entscheidung zur Nutzung eines Verkehrsmittels. Die Verkehrsmittelwahl ist als ein Entscheidungprozeß anzusehen, bei dem auf subjektiver Ebene einzelne Verkehrsmittelalternativen nach ihrer Qualität bewertet werden. Die Qualität wird dabei sowohl pauschal, als auch in seinen einzelnen Dimensionen bewertet: Reisezeit, Pünktlichkeit, zeitliche und räumliche Aspekte des Fahrplans und somit die Erreichbarkeit des Ziels, Fahrzeugqualität und Bahnhofsinfrastruktur, Service, insbesondere Information über das Angebot sowie Preis-Leistungsverhältnis.

Die Verfasser haben mit dem SPNV-Akzeptanz-Profil ein Meßinstrument entwickelt, das auf empirischer Basis die Zufriedenheit der Fahrgäste widerspiegelt. Damit werden Einflußfaktoren auf die Beurteilung durch den Kunden ermittelt, Schwachstellen aufgedeckt, nutzungsspezifische Zufriedenheiten ergründet. Dadurch findet eine Produktpositionierung statt. Durch die entscheidungsrelevante Aufbereitung werden Handlungsprioritäten und Erfolgsfaktoren aufgezeigt.

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